Was du deinen Kunden fragen solltest, bevor du seine Website gestaltest

Was du deinen Kunden fragen solltest, bevor du seine Website gestaltest

Denkst du, du weißt, was dein Kunde will? Denk nochmal nach. Es mag ideal erscheinen, wenn der Kunde sagt: "Mach, was du willst", aber es ist besser, mit einem Plan zu beginnen.

Warum? Wenn du ohne Plan loslegst, kann es passieren, dass du etwas ablieferst, was der Kunde gar nicht will. Und das bedeutet Überarbeitungen (viele davon).

Die richtigen Fragen zum Website-Design stellen

Wie stellst du also sicher, dass der Kunde beim ersten Mal bekommt, was er will? Stelle gezielte Fragen in einer Sprache, die der Kunde versteht. Zeige Beispiele, wenn nötig. Aber fang nie an, bevor du nicht alle Antworten kennst!

Hier sind 10 wichtige Fragen, die du stellen solltest, bevor du loslegst:

  1. Was macht dein Unternehmen?

Eines der größten Probleme, die während des Webdesigns auftreten können, ist die Diskrepanz zwischen dem, was der Designer glaubt, dass der Kunde will, und dem, was der Kunde tatsächlich will. Recherchiere selbst ein wenig, bevor du dich mit dem Kunden triffst - und frage ihn unbedingt auch nach seinem Geschäft. Denke daran, dass ihre aktuelle Website vielleicht nicht genau ihre Marke repräsentiert und sie deshalb eine neue Website wollen.

2. Hast du bereits eine Website? Warum willst du eine neue?

Um beim Thema zu bleiben: Wenn der Kunde bereits eine Website hat und sie nicht mag, finde heraus, warum. Ist es, weil der Text schlecht geschrieben ist? Die Website zu kompliziert ist? Hat sich das Geschäft geändert? Oder ist sie einfach schlecht gestaltet?

3. Was sind deine Ziele für die Website?

Das ist ein absolutes Muss, denn was sie vorhaben, sollte einen großen Einfluss auf das Design der Seite haben. Wenn sie zum Beispiel in erster Linie einen Blog schreiben wollen, wird das Design anders aussehen, als wenn sie einen E-Commerce-Shop betreiben wollen. Wenn du das Endziel verstehst, kannst du die richtige Grundlage schaffen.

4. Wer ist dein Zielpublikum?

Diese Frage ist ebenfalls sehr wichtig, denn sie hilft dir zu verstehen, welche Art von Menschen dein Kunde erreichen möchte. Weil unterschiedliche Menschen auf unterschiedliche Dinge reagieren, würde eine Website, die für Verbraucher im College-Alter konzipiert ist, ganz anders aussehen als eine Website für eine berufstätige Mutter, die nach Produktivitätstipps sucht.

5. Welche Art von Inhalten willst du teilen?

Zum Beispiel:

  • Ein persönlicher Blog
  • Videos zur Produktbewertung
  • Professionelle Fotografie
  • Podcasts
  • Fallstudien

Wenn du weißt, welche Art von Inhalt der Kunde wünscht, kannst du ein Design erstellen, das seinen Bedürfnissen besser entspricht (vor allem das Layout).

6. Welche Aktionen sollen deine Besucher/innen durchführen?

In diesem Sinne solltest du auch herausfinden, welche Aktionen dein Kunde von seinen Besuchern erwartet. Wenn er zum Beispiel Produktrezensionen teilt, könnte sein Ziel sein, dass die Kunden auf seinen Partnerlink klicken. Andere Möglichkeiten wären zum Beispiel:

  • Ein Produkt oder eine Dienstleistung kaufen
  • Für eine Veranstaltung anmelden
  • Fülle ein Formular aus
  • Teile einen Blog über soziale Medien
  • Klick auf ein Opt-in

Als Designer/in ist es deine wichtigste Aufgabe, Webbesucher/innen dazu zu bringen, die gewünschte Aktion durchzuführen.

7. Welches Gefühl willst du?

Wenn es um Markenbildung geht, wollen Unternehmen in der Regel eine bestimmte "Ausstrahlung" vermitteln. Es kann lustig und skurril oder seriös und professionell sein, aber es soll immer eine bestimmte Zielgruppe ansprechen. Wenn du weißt, welche Ausstrahlung ein Kunde anstrebt, hast du eine bessere Vorstellung davon, wie du seine Website gestalten kannst, vor allem, was die Farbpalette und die Typografie angeht. Und das führt uns zu...

8. Hast du eine bestimmte Farbe im Sinn?

Es kommt vor, dass ein Kunde mit sehr genauen Vorstellungen über die Farben, die er verwenden möchte, in den Gestaltungsprozess einsteigt. Manchmal sind sie großartig und bieten dir einen guten Ausgangspunkt, manchmal passen sie aber auch nicht zu der gewünschten Stimmung und du musst andere Vorschläge machen.

9. Hast du bereits Bildmaterial, das du gerne verwenden möchtest?

Frag den Kunden, ob er Fotos, Videos oder Illustrationen hat, die er in den ersten Entwurf integrieren möchte. In der Regel haben sie bereits ein Firmenlogo, Fotos oder sogar ein Video hinter den Kulissen, das sie gerne teilen möchten. Als Designer musst du dafür sorgen, dass die Qualität der Bilder hoch genug ist, um sie in die Website aufzunehmen. Manchmal musst du den Kunden für neue Bilder an einen Fotografen oder Grafikdesigner verweisen.

10. Welche drei Websites von Konkurrenten bewunderst du?

Das ist eine gute letzte Frage, denn so bekommst du nicht nur eine bessere Vorstellung von dem Stil, den dein Kunde mag, sondern kannst auch herausfinden, was bei der Konkurrenz funktioniert. Ein Beispiel: Wenn ein gut verdienendes Unternehmen in der gleichen Branche wöchentliche Anleitungsvideos veröffentlicht, könnte das auch für deinen Kunden funktionieren. Dies ist eine gute Gelegenheit für dich, auf der Grundlage deiner Erkenntnisse einige endgültige Vorschläge zu machen.

Schlussgedanken

Wenn du dich auf den Webdesign-Prozess vorbereitest, ist es viel wahrscheinlicher, dass dein Kunde ein fertiges Produkt erhält, das ihm gefällt. Das macht ihn nicht nur glücklicher, sondern spart dir auch unzählige Stunden an Überarbeitungen!

Verwendest du in deinem Webdesign-Unternehmen ein Formular zur Kundenaufnahme? Haben wir Fragen ausgelassen, die deiner Meinung nach unbedingt dazugehören?

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