Effizientes Hosting einer WordPress

Eine WordPress zu hosten ist einfach, aber WordPress effizient zu hosten WordPress ist die eigentliche Herausforderung. Klar, du könntest einfach WordPress installieren, ein ansprechendes Theme auswählen, vielleicht ein paar Plugins einbauen und es dabei belassen – doch eine WordPress effizient zu hosten und zu pflegen, kann sich als schwieriger erweisen.

Wenn du WordPress optimal nutzen und die Systemressourcen, die Kosten und die Ladezeiten für deine Besucher niedrig halten willst, musst du deine Website so effizient wie möglich aufbauen und pflegen. In diesem Beitrag zeigen wir dir einige Möglichkeiten, wie du sicherstellen kannst, dass deine WordPress immer in Topform ist.

Halte deine WordPress immer auf dem neuesten Stand

WordPress ist wie jedes andere weit verbreitete Open-Source-Inhaltsverwaltungssystem mit Fehlern und Sicherheitslücken behaftet. Die meisten Probleme, die ich täglich sehe, sind einfach auf veraltete WordPress zurückzuführen.

WordPress bietet jetzt die Möglichkeit, sich automatisch für alle Wartungsversionen zu aktualisieren. Das gilt zwar nicht für Hauptversionen wie 3.9 bis 4.0, aber bei kleineren und Wartungsversionen wie Sicherheitsproblemen wird deine Website automatisch aktualisiert.

Entferne diese Themes und Plugins

Oft deaktivieren Nutzer/innen Plugins und Themes einfach, anstatt sie vollständig zu entfernen. Obwohl sie deaktiviert sind, sind die Dateien noch vorhanden und können zu verschiedenen Fehlern und Sicherheitsproblemen führen.

Wenn du ein Plugin oder Theme nicht benutzt, solltest du es vollständig entfernen. Du kannst es jederzeit wieder installieren, wenn du es in Zukunft brauchst.

Vermeide aufgeblähte Themes und Plugins

Viele Nutzer entscheiden sich für ein einziges Plugin, das alles kann, aber das Problem dabei ist, dass es eine Menge anderer Optionen innerhalb des Plugins oder Themes gibt, die sie nie nutzen werden. Vermeide Plugins oder Themes, die eine "All-in-One"-Lösung sind, und entscheide dich stattdessen für etwas, das alles kann. Wenn du zum Beispiel nur ein kleines Twitter-Widget brauchst, solltest du dich für ein Widget entscheiden, das genau das tut, und nicht für eines, das verschiedene andere Dinge wie zusätzliche Share-Buttons in deinem Beitrag oder eine ganze Seite mit Twitter-Posts enthält. Während diese Elemente nicht angezeigt werden, verbraucht der Code selbst in der Regel mehr Systemressourcen.

Manche Themes und Plugins können auch schlecht programmiert sein, so dass sie mehr Ressourcen verbrauchen als nötig. Auch wenn sie attraktiv sind, gibt es höchstwahrscheinlich ein Theme oder Plugin, das genauso gut aussieht, aber nur halb so viel Ressourcen verbraucht wie ein schlecht programmiertes Theme. Ein guter Ansatzpunkt wäre, nur Themes aus seriösen Quellen zu kaufen.

Mehr und mehr Caching

Caching kann entscheidend zur Verbesserung der Leistung deiner Website beitragen. Caching ermöglicht es, dynamische Elemente nur einmal auszuführen und dann statische Elemente an alle Nutzerinnen und Nutzer weiterzugeben, so dass weniger Systemressourcen benötigt werden und die Seite für alle Besucherinnen und Besucher schneller geladen wird.

Plugins wie z.B. W3 Total Cache können das Caching mit ein paar einfachen Klicks für dich konfigurieren.

Verwende ein CDN für alle statischen Inhalte

Mit einem CDN kannst du deine statischen Dateien je nach Besucher von verschiedenen Orten aus bereitstellen, wodurch die Ladezeiten einer Seite deutlich verkürzt werden können. Abgesehen von der Nutzerperspektive kann dein Server diese Ressourcen auch auf einen anderen Dienst verlagern, der genau darauf abgestimmt ist, so dass die Serverressourcen weniger belastet werden.

Dienste wie MaxCDN sind in der Lage, die Leistung deiner Website kostengünstig zu steigern, und lassen sich mit Plugins wie W3 Total Cache sehr einfach einrichten.

Regelmäßige Backups machen

Stelle sicher, dass du immer Backups zur Verfügung hast, falls etwas mit deiner Website passieren sollte. Wenn du durch einen Vorfall alle Daten verlierst oder eine Änderung vornimmst, die deine Website komplett zerstört, hast du immer ein Backup parat.

Die meisten Nutzer/innen wissen nicht, dass sie Backups brauchen, bis sie sie brauchen. Deshalb solltest du proaktiv Backups machen, wenn du Änderungen vornimmst, und inkrementelle Backups jede Woche, jeden Monat, jedes Jahr usw. Mit verschiedenen Plugins wie BackUpWordPress kannst du deine WordPress mit nur wenigen Klicks sichern.

Achte darauf, dass du nicht nur regelmäßig Backups machst, sondern sie auch außerhalb des Servers speicherst. Wenn ein Nutzer oder eine Nutzerin kompromittiert wird, wirkt sich das oft auch auf die Backups aus. Wenn du die Backups an einem Ort wie Google Drive oder Dropbox speicherst, kannst du sicher sein, dass deine Backups immer verfügbar sind.

Pflegen wie ein Verrückter

Sobald du alles eingerichtet hast, musst du deine Website natürlich ständig pflegen. Selbst wenn es sich um eine reine Informationsseite handelt, die nicht oft aktualisiert wird, solltest du sie regelmäßig überprüfen, um sicherzustellen, dass alles reibungslos funktioniert. Manchmal fällt dir ein kleines Problem auf, das, wenn es früh entdeckt wird, einen großen Einfluss darauf hat, ob sich dieses kleine Problem später zu einem großen Problem entwickelt.

Eine Website zu betreiben ist viel mehr, als sie einfach aufzustellen und liegen zu lassen. Behandle sie wie ein Haustier, das ständig Liebe und Pflege braucht.

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